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Biblische Schöpfungstexte

Gen 1,1-2,4

Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde; die Erde aber war wüst und wirr,
Finsternis lag über der Urflut, und Gottes Geist schwebte über dem Wasser.

Gott sprach:
Es werde Licht.
Und es wurde Licht.
Gott sah, dass das Licht gut war.
Gott schied das Licht von der Finsternis,
und Gott nannte das Licht Tag, und die Finsternis nannte er Nacht.
Es wurde Abend, und es wurde Morgen: erster Tag.

Dann sprach Gott:
Ein Gewölbe entstehe mitten im Wasser und scheide Wasser von Wasser.
Gott machte also das Gewölbe und schied das Wasser unterhalb des Gewölbes vom Wasser oberhalb des Gewölbes.
So geschah es,
und Gott nannte das Gewölbe Himmel.
Es wurde Abend, und es wurde Morgen: zweiter Tag.

Dann sprach Gott:
Das Wasser unterhalb des Himmels sammle sich an einem Ort, damit das Trockene sichtbar werde.
So geschah es.
Das Trockene nannte Gott Land, und das angesammelte Wasser nannte er Meer.
Gott sah, dass es gut war.
Dann sprach Gott:
Das Land lasse junges Grün wachsen, alle Arten von Pflanzen, die Samen tragen, und von Bäumen, die auf der Erde Früchte bringen mit ihrem Samen darin.
So geschah es.
Das Land brachte junges Grün hervor, alle Arten von Pflanzen, die Samen tragen, alle Arten von Bäumen, die Früchte bringen mit ihrem Samen darin.
Gott sah, dass es gut war.
Es wurde Abend, und es wurde Morgen: dritter Tag.

Dann sprach Gott:
Lichter sollen am Himmelsgewölbe sein, um Tag und Nacht zu scheiden.
Sie sollen Zeichen sein und zur Bestimmung von Festzeiten, von Tagen und Jahren dienen;
sie sollen Lichter am Himmelsgewölbe sein, die über die Erde hin leuchten.
So geschah es.
Gott machte die beiden großen Lichter, das größere, das über den Tag herrscht,
das kleinere, das über die Nacht herrscht, auch die Sterne.
Gott setzte die Lichter an das Himmelsgewölbe, damit sie über die Erde hin leuchten,
über Tag und Nacht herrschen und das Licht von der Finsternis scheiden.
Gott sah, dass es gut war.
Es wurde Abend, und es wurde Morgen: vierter Tag.

Dann sprach Gott:
Das Wasser wimmle von lebendigen Wesen, und Vögel sollen über dem Land am Himmelsgewölbe dahinfliegen.
Gott schuf alle Arten von großen Seetieren und anderen Lebewesen,

von denen das Wasser wimmelt, und alle Arten von gefiederten Vögeln.
Gott sah, dass es gut war.
Gott segnete sie und sprach: Seid fruchtbar, und vermehrt euch,

und bevölkert das Wasser im Meer, und die Vögel sollen sich auf dem Land vermehren.
Es wurde Abend, und es wurde Morgen: fünfter Tag.

Dann sprach Gott:
Das Land bringe alle Arten von lebendigen Wesen hervor, von Vieh, von Kriechtieren und von Tieren des Feldes.
So geschah es.
Gott machte alle Arten von Tieren des Feldes, alle Arten von Vieh und alle Arten von Kriechtieren auf dem Erdboden.
Gott sah, dass es gut war.

Dann sprach Gott:
Lasst uns Menschen machen als unser Abbild, uns ähnlich.
Sie sollen herrschen über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels, über das Vieh, über die ganze Erde und über alle Kriechtiere auf dem Land.
Gott schuf also den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie.
Gott segnete sie, und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar, und vermehrt euch, bevölkert die Erde, unterwerft sie euch, und herrscht über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die sich auf dem Land regen.
Dann sprach Gott: Hiermit übergebe ich euch alle Pflanzen auf der ganzen Erde, die Samen tragen, und alle Bäume mit samenhaltigen Früchten. Euch sollen sie zur Nahrung dienen.
Allen Tieren des Feldes, allen Vögeln des Himmels und allem, was sich auf der Erde regt, was Lebensatem in sich hat, gebe ich alle grünen Pflanzen zur Nahrung.
So geschah es.
Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Es war sehr gut.
Es wurde Abend, und es wurde Morgen: der sechste Tag.

So wurden Himmel und Erde vollendet und ihr ganzes Gefüge.
Am siebten Tag vollendete Gott das Werk, das er geschaffen hatte, und er ruhte am siebten Tag, nachdem er sein ganzes Werk vollbracht hatte.
Und Gott segnete den siebten Tag und erklärte ihn für heilig; denn an ihm ruhte Gott, nachdem er das ganze Werk der Schöpfung vollendet hatte.
Das ist die Entstehungsgeschichte von Himmel und Erde, als sie erschaffen wurden.


Gen 2,4b-25

Zur Zeit, als Gott, der Herr, Erde und Himmel machte,
gab es auf der Erde noch keine Feldsträucher und wuchsen noch keine Feldpflanzen; denn Gott, der Herr, hatte es auf die Erde noch nicht regnen lassen, und es gab noch keinen Menschen, der den Ackerboden bestellte;
aber Feuchtigkeit stieg aus der Erde auf und tränkte die ganze Fläche des Ackerbodens.
Da formte Gott, der Herr, den Menschen aus Erde vom Ackerboden und blies in seine Nase den Lebensatem. So wurde der Mensch zu einem lebendigen Wesen.
Dann legte Gott, der Herr, in Eden, im Osten, einen Garten an und setzte dorthin den Menschen, den er geformt hatte.
Gott, der Herr, ließ aus dem Ackerboden allerlei Bäume wachsen, verlockend anzusehen und mit köstlichen Früchten, in der Mitte des Gartens aber den Baum des Lebens und den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse.
Ein Strom entspringt in Eden, der den Garten bewässert; dort teilt er sich und wird zu vier Hauptflüssen.
Der eine heißt Pischon; er ist es, der das ganze Land Hawila umfließt, wo es Gold gibt.
Das Gold jenes Landes ist gut; dort gibt es auch Bdelliumharz und Karneolsteine.
Der zweite Strom heißt Gihon; er ist es, der das ganze Land Kusch umfließt.
Der dritte Strom heißt Tigris; er ist es, der östlich an Assur vorbeifließt. Der vierte Strom ist der Eufrat.
Gott, der Herr, nahm also den Menschen und setzte ihn in den Garten von Eden, damit er ihn bebaue und hüte.
Dann gebot Gott, der Herr, dem Menschen: Von allen Bäumen des Gartens darfst du essen,
doch vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse darfst du nicht essen; denn sobald du davon ißt, wirst du sterben.
Dann sprach Gott, der Herr: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein bleibt. Ich will ihm eine Hilfe machen, die ihm entspricht.
Gott, der Herr, formte aus dem Ackerboden alle Tiere des Feldes und alle Vögel des Himmels und führte sie dem Menschen zu, um zu sehen, wie er sie benennen würde. Und wie der Mensch jedes lebendige Wesen benannte, so sollte es heißen.
Der Mensch gab Namen allem Vieh, den Vögeln des Himmels und allen Tieren des Feldes. Aber eine Hilfe, die dem Menschen entsprach, fand er nicht.
Da ließ Gott, der Herr, einen tiefen Schlaf auf den Menschen fallen, so dass er einschlief, nahm eine seiner Rippen und verschloß ihre Stelle mit Fleisch.
Gott, der Herr, baute aus der Rippe, die er vom Menschen genommen hatte, eine Frau und führte sie dem Menschen zu.
Und der Mensch sprach: Das endlich ist Bein von meinem Bein und Fleisch von meinem Fleisch. Frau soll sie heißen; denn vom Mann ist sie genommen.
Darum verlässt der Mann Vater und Mutter und bindet sich an seine Frau, und sie werden ein Fleisch.
Beide, Adam und seine Frau, waren nackt, aber sie schämten sich nicht voreinander.



Jes Sir 42,15-43,33

Nun will ich der Werke Gottes gedenken;

was ich gesehen habe, will ich erzählen:
Durch Gottes Wort entstanden seine Werke;

seine Lehre ist ein Ausfluss seiner Liebe.
Über allem strahlt die leuchtende Sonne,

die Herrlichkeit des Herrn erfüllt alle seine Werke.
Die Heiligen Gottes vermögen nicht,

alle seine Wunder zu erzählen.
Gott gibt seinen Heerscharen die Kraft,

vor seiner Herrlichkeit zu bestehen.
Meerestiefe und Menschenherz durchforscht er,

und er kennt alle ihre Geheimnisse.
Der Höchste hat Kenntnis von allem,

bis in die fernste Zeit sieht er das Kommende.
Vergangenheit und Zukunft macht er kund

und enthüllt die Rätsel des Verborgenen.
Es fehlt ihm keine Einsicht,

kein Ding entgeht ihm.
Seine machtvolle Weisheit hat er fest gegründet,

er ist der Einzige von Ewigkeit her.
Nichts ist hinzuzufügen, nichts wegzunehmen,

er braucht keinen Lehrmeister.
Alle seine Werke sind vortrefflich,

doch sehen wir nur einen Funken und ein Spiegelbild.
Alles lebt und besteht für immer,

für jeden Gebrauch ist alles bereit.
Jedes Ding ist vom andern verschieden,

keines von ihnen hat er vergeblich gemacht.
Eines ergänzt durch seinen Wert das andere.

Wer kann sich satt sehen an ihrer Pracht?
Die Schönheit der Höhe,

das klare Firmament und der gewaltige Himmel sind ein herrlicher Anblick.
Die Sonne geht auf und erglänzt in vollem Licht,

ein staunenswertes Gestirn, das Werk des Höchsten.
Steht sie in der Mittagshöhe, versetzt sie die Welt in Glut,

wer hält es aus in ihrer Hitze?
Ein brennender Schmelzofen ist das Kunstwerk des Gießers;

der Pfeil der Sonne setzt Berge in Brand;

ihre Feuerzunge verbrennt das bewohnte Land,

ihr Licht versengt das Auge.
Ja, groß ist der Herr, ihr Schöpfer,

sein Wort lässt seinen Helden erstrahlen.
Der Mond führt die Zeiten herauf;

er herrscht bis ans Ende und dient für immer als Zeichen.
Durch ihn werden Fristen und Festzeiten bestimmt,

ist er erschöpft, freut er sich wieder auf seinen Umlauf.
Der Neumond ist so, wie sein Name sagt: Er erneuert sich selbst.

Wie staunenswert ist er in seinem Wechsel.

Er ist ein Fahrzeug für das Heer der Wolken in der Höhe und lässt durch seinen Glanz das Himmelsgewölbe erglühen.
Des Himmels Schönheit und Pracht sind die Sterne,

ein strahlender Schmuck in den Höhen Gottes.
Durch Gottes Wort stehen sie geordnet da und ermatten nicht bei ihrer Nachtwache.
Schau den Regenbogen an, und preise seinen Schöpfer;

denn überaus schön und herrlich ist er.
Über den Himmelskreis erstreckt er sich in seiner Pracht,

Gottes Hand hat ihn machtvoll ausgespannt.
Gottes Machtwort zeichnet den Blitz hin,

lässt die Brandpfeile seines Gerichtes leuchten.
Zu seinem Dienst hat er einen Speicher geöffnet,

lässt er Wolken fliegen wie Vögel.
Seine Allmacht ballt die Wolken zusammen und schlägt aus ihnen Hagelsteine.
Seines Donners Stimme lässt die Erde beben,
mit seiner Kraft erschüttert er die Berge.

Sein Wort hetzt den Südwind auf,
den tobenden Nordwind, den Sturm und Orkan.

Seinen Schnee streut er aus wie Vogelschwärme;

wie einfallende Heuschrecken wirbelt er herab.
Sein weißer Glanz blendet die Augen,

bei seinem Rieseln bebt das Herz.
Auch den Reif schüttet er aus wie Salz und lässt Eisblumen sprießen wie Dornen.
Den kalten Nordwind lässt er wehen, wie Erdschollen lässt er die Quellen erstarren.

Jedes stehende Gewässer überzieht er und kleidet den Teich wie mit einem Panzer.
Das Grün der Berge versengt er wie durch Hitze,

die sprossende Flur wie durch Flammenglut.
Linderung für alles ist das Träufeln der Wolken,

der Tau, der sich ergießt, um das Trockene zu erfrischen.
Sein kluger Plan bändigte das Meer und pflanzte Inseln im Ozean ein.
Die Seefahrer erzählen von der Weite des Meeres;

hören es unsere Ohren, so erschaudern wir.
Dort gibt es Wunderwesen, die erstaunlichsten seiner Werke,

allerlei Getier und die Ungeheuer des Weltmeers.
In seinem Dienst hat sein Bote Erfolg,

und durch sein Wort vollzieht er seinen Willen.
Sagten wir nochmal soviel, wir kämen an kein Ende;

darum sei der Rede Schluss: Er ist alles!
Wir können (ihn) nur loben, aber nie erfassen,

ist er doch größer als alle seine Werke.
Überaus ehrfurchtgebietend ist der Herr,

unbegreiflich ist seine Stärke.
Ihr, die ihr den Herrn lobt, singt laut, soviel ihr könnt;

denn nie wird es genügen.

Ihr, die ihr ihn preist, schöpft neue Kraft,

werdet nicht müde; denn fassen könnt ihr es nie.
Wer hat ihn gesehen, dass er erzählen könnte,

und wer kann ihn loben, wie es ihm entspricht?
Die Menge des Verborgenen ist größer als das Genannte,

nur wenige von seinen Werken habe ich gesehen.
Alles hat der Herr gemacht, und den Frommen hat er Weisheit verliehen.


Weisheit 11,20c-26

Du hast alles nach Maß, Zahl und Gewicht geordnet
Denn du bist immer imstande, deine große Macht zu entfalten.
Wer könnte der Kraft deines Arms widerstehen?
Die ganze Welt ist ja vor dir wie ein Stäubchen auf der Waage,
wie ein Tautropfen, der am Morgen zur Erde fällt.
Du hast mit allen Erbarmen, weil du alles vermagst,
und siehst über die Sünden der Menschen hinweg, damit sie sich bekehren.
Du liebst alles, was ist, und verabscheust nichts von allem, was du gemacht hast;
denn hättest du etwas gehaßt, so hättest du es nicht geschaffen.
Wie könnte etwas ohne deinen Willen Bestand haben,
oder wie könnte etwas erhalten bleiben, das nicht von dir ins Dasein gerufen wäre?
Du schonst alles, weil es dein Eigentum ist, Herr, du Freund des Lebens.


 

Judit 16,14

.... Dienen muß dir deine ganze Schöpfung.
Denn du hast gesprochen, und alles entstand.
Du sandtest deinen Geist, um den Bau zu vollenden.
Kein Mensch kann deinem Wort widerstehen.


 

Hiob 38,1-42,6

.... Da antwortete der Herr dem Ijob aus dem Wettersturm und sprach:
Wer ist es, der den Ratschluss verdunkelt mit Gerede ohne Einsicht?
Auf, gürte deine Lenden wie ein Mann: Ich will dich fragen, du belehre mich!
Wo warst du, als ich die Erde gegründet? Sag es denn, wenn du Bescheid weißt.
wer setzte ihre Maße? Du weißt es ja. Wer hat die Meßschnur über ihr gespannt?
Wohin sind ihre Pfeiler eingesenkt? Oder wer hat ihren Eckstein gelegt,
als alle Morgensterne jauchzten, als jubelten alle Gottessöhne?
Wer verschloss das Meer mit Toren, als schäumend es dem Mutterschoß entquoll,
als Wolken ich zum Kleid ihm machte, ihm zur Windel dunklen Dunst,
als ich ihm ausbrach meine Grenze, ihm Tor und Riegel setzte
und sprach: Bis hierher darfst du und nicht weiter, hier muß sich legen deiner Wogen Stolz?
Hast du je in deinem Leben dem Morgen geboten, dem Frührot seinen Ort bestimmt,
dass es der Erde Säume fasse und dass die Frevler von ihr abgeschüttelt werden?
Sie wandelt sich wie Siegelton, (die Dinge) stehen da wie ein Gewand.
Den Frevlern wird ihr Licht entzogen, zerschmettert der erhobene Arm.
Bist du zu den Quellen des Meeres gekommen, hast du des Urgrunds Tiefe durchwandert?
Haben dir sich die Tore des Todes geöffnet, hast du der Finsternis Tore geschaut?
Hast du der Erde Breiten überblickt? Sag es, wenn du das alles weißt.
Wo ist der Weg zur Wohnstatt des Lichts? Die Finsternis, wo hat sie ihren Ort,
dass du sie einführst in ihren Bereich, die Pfade zu ihrem Haus sie führst?
Du weißt es ja; du wurdest damals ja geboren, und deiner Tage Zahl ist groß.
Bist du zu den Kammern des Schnees gekommen, hast du die Kammern des Hagels gesehen,
den ich für Zeiten der Drangsal aufgespart, für den Tag des Kampfes und der Schlacht?
Wo ist der Weg dorthin, wo das Licht sich verteilt, der Ostwind sich über die Erde zerstreut?
Wer grub der Regenflut eine Rinne, einen Weg für das Donnergewölk,
um Regen zu senden auf unbewohntes Land, auf die Steppe, darin niemand wohnt,
um zu sättigen die Wildnis und Öde und frisches Gras sprossen zu lassen?
Hat der Regen einen Vater, oder wer zeugte die Tropfen des Taus?
Aus wessen Schoß ging das Eis hervor, des Himmels Reif, wer hat ihn geboren?
Wie Stein erstarren die Wasser und wird fest die Fläche der Flut.
Knüpfst du die Bande des Siebengestirns, oder löst du des Orions Fesseln?
Führst du heraus des Tierkreises Sterne zur richtigen Zeit, lenkst du die Löwin samt ihren Jungen?
Kennst du die Gesetze des Himmels, legst du auf die Erde seine Urkunde nieder?
Erhebst du zu den Wolken deine Stimme, dass dich die Woge des Wassers bedeckt?
Entsendest du die Blitze, dass sie eilen und dir sagen: Wir sind da?
Wer verlieh dem Ibis Weisheit, oder wer gab Einsicht dem Hahn?
Wer zählt in Weisheit die Wolken, und die Schläuche des Himmels, wer schüttet sie aus,
wenn der Erdboden hart wird, als sei er gegossen, und Erdschollen zusammenkleben?
Erjagst du Beute für die Löwin, stillst du den Hunger der jungen Löwen,
wenn sie sich ducken in den Verstecken, im Dickicht auf der Lauer liegen?
Wer bereitet dem Raben seine Nahrung, wenn seine Jungen schreien zu Gott und umherirren ohne Futter?
Kennst du der Steinböcke Wurfzeit, überwachst du das Werfen der Hirsche?
Zählst du die Monde, die tragend sie füllen, kennst du die Zeit ihres Wurfs?
Sie kauern sich, werfen ihre Jungen, werden los ihre Wehen.
Ihre Jungen erstarken, wachsen im Freien, laufen hinaus und kehren nicht zu ihnen zurück.
Wer hat das Maultier freigelassen, des Wildesels Fesseln, wer schloß sie auf?
Ich gab ihm zur Behausung die Steppe, zu seiner Wohnung die salzige Trift.
Er verlacht das Lärmen der Stadt, hört nicht des Treibers Geschrei.
Die Berge sucht er nach Weide ab, jeglichem Grün spürt er nach.
Wird dir der Wildstier dienen wollen, bleibt er an deiner Krippe zur Nacht?
Hältst du am Seil ihn in der Furche, pflügt er die Täler hinter dir her?
Traust du ihm, weil er so stark ist? Überlässt du ihm deine Arbeit?
Glaubst du ihm, dass er wiederkommt und deine Saat auf die Tenne bringt?
Lustig schlägt die Straußenhenne die Flügel. Ist ihre Schwinge darum so wie die des Storches und Falken?
Nein, sie gibt der Erde ihre Eier preis, lässt sie erwärmen im Sand,
vergißt, dass sie ein Fuß zerdrücken, das Wild des Feldes sie zertreten kann;
sie behandelt ihre Jungen hart wie Fremde; war umsonst ihre Mühe, es erschreckt sie nicht.
Denn Gott ließ sie Weisheit vergessen, gab ihr an Verstand keinen Teil.
Im Augenblick aber, wenn sie hochschnellt, verlacht sie das Roß und seinen Reiter.
Gabst du dem Roß die Heldenstärke, kleidest du mit einer Mähne seinen Hals?
Lässt du wie Heuschrecken es springen? Furchtbar ist sein stolzes Wiehern.
Es scharrt im Tal und freut sich, zieht mit Macht dem Kampf entgegen.
Es spottet der Furcht und kennt keine Angst und kehrt nicht um vor dem Schwert.
Über ihm klirrt der Köcher, Speer und Sichelschwert blitzen.
Mit Donnerbeben wirbelt es den Staub auf, steht nicht still beim Klang des Horns.
Sooft das Horn hallt, wiehert es «hui» und wittert den Kampf schon von weitem,
der Anführer Lärm und das Schlachtgeschrei.
Kommt es von deiner Einsicht, dass der Falke sich aufschwingt und nach Süden seine Flügel ausbreitet?
Fliegt auf dein Geheiß der Adler so hoch und baut seinen Horst in der Höhe?
Auf Felsen wohnt und nächtigt er, auf der Felsenzacke und an steiler Wand.
Von dort erspäht er die Beute, seine Augen schauen ins Weite.
Nach Blut schon gieren seine Jungen; wo Erschlagene sind, ist er zur Stelle.
Da antwortete der Herr dem Ijob und sprach:
Mit dem Allmächtigen will der Tadler rechten? Der Gott anklagt, antworte drauf!

Da antwortete Ijob dem Herrn und sprach:
Siehe, ich bin zu gering. Was kann ich dir erwidern? Ich lege meine Hand auf meinen Mund.
Einmal habe ich geredet, ich tu es nicht wieder; ein zweites Mal, doch nun nicht mehr!

Da antwortete der Herr dem Ijob aus dem Wettersturm und sprach:
Auf, gürte deine Lenden wie ein Mann! Ich will dich fragen, du belehre mich!
Willst du wirklich mein Recht zerbrechen, mich schuldig sprechen, damit du recht behältst?
Hast du denn einen Arm wie Gott, dröhnst du wie er mit Donnerstimme?
So schmücke dich mit Hoheit und mit Majestät, und kleide dich in Prunk und Pracht!
Lass die Fluten deines Zornes sich ergießen, schau an jeden Stolzen, demütige ihn!
Schau an jeden Stolzen, zwing ihn nieder! Zertritt die Frevler auf der Stelle!
Verbirg sie insgesamt im Staub, schließ sie leibhaftig im Erdinnern ein!
Dann werde auch ich dich preisen, weil deine Rechte den Sieg dir verschaffte.
Sieh doch das Nilpferd, das ich wie dich erschuf. Gras frißt es wie ein Rind.
Sieh doch die Kraft in seinen Lenden und die Stärke in den Muskeln seines Leibs!
Wie eine Zeder lässt es hängen seinen Schwanz; straff sind verflochten seiner Schenkel Sehnen.
Seine Knochen sind Röhren von Erz, wie Eisenstangen sein Gebein.
Es ist der Anfang der Wege Gottes; der es gemacht hat, gab ihm sein Schwert.
Doch die Berge tragen ihm Futter zu, und alle Tiere des Feldes spielen dort.
Es lagert unter Kreuzdornbüschen, in dem Versteck von Schilf und Sumpf.
Kreuzdornbüsche decken es mit Schatten, die Pappeln am Fluß umgeben es.
Schwillt auch der Fluss, es zittert nicht, bleibt ruhig, wenn auch die Flut ihm ins Maul dringt.
Kann man an den Augen es fassen, mit Haken ihm die Nase durchbohren?
Kannst du das Krokodil am Angelhaken ziehen, mit der Leine seine Zunge niederdrücken?
Legst du ein Binsenseil ihm in die Nase, durchbohrst du mit einem Haken seine Backe?
Fleht es dich groß um Gnade an? Richtet es zärtliche Worte an dich?
Schließt es einen Pakt mit dir, so dass du es dauernd nehmen kannst zum Knecht?
Kannst du mit ihm wie mit einem Vogel spielen, bindest du es für deine Mädchen an?
Feilschen darum die Jagdgenossen, verteilen sie es stückweise unter die Händler?
Kannst du seine Haut mit Spießen spicken, mit einer Fischharpune seinen Kopf?
Leg nur einmal deine Hand daran! Denk an den Kampf! Du tust es nie mehr.
Sieh, das Hoffen darauf wird enttäuscht; sein bloßer Anblick bringt zu Fall.
So kühn ist keiner, es zu reizen; wer könnte ihm wohl trotzen?
Wer begegnete ihm und bliebe heil? Unter dem ganzen Himmel gibt es so einen nicht.
Ich will nicht schweigen von seinen Gliedern, wie groß und mächtig, wie wohlgeschaffen es ist.
Wer öffnet die Hülle seines Kleides, wer dringt in seinen Doppelpanzer ein?
Wer öffnet die Tore seines Mauls? Rings um seine Zähne lagert Schrecken.
Reihen von Schilden sind sein Rücken, verschlossen mit Siegel aus Kieselstein.
Einer reiht sich an den andern, kein Lufthauch dringt zwischen ihnen durch.
Fest haftet jeder an dem andern, sie sind verklammert, lösen sich nicht.
Sein Niesen lässt Licht aufleuchten; seine Augen sind wie des Frührots Wimpern.
Aus seinem Maul fahren brennende Fackeln, feurige Funken schießen hervor.
Rauch dampft aus seinen Nüstern wie aus kochendem, heißem Topf.
Sein Atem entflammt glühende Kohlen, eine Flamme schlägt aus seinem Maul hervor.
Stärke wohnt in seinem Nacken, vor ihm her hüpft bange Furcht.
Straff liegt seines Wanstes Fleisch, wie angegossen, unbewegt.
Sein Herz ist fest wie Stein, fest wie der untere Mühlstein.
Erhebt es sich, erschrecken selbst die Starken; vor Schrecken wissen sie nicht aus noch ein.
Trifft man es, kein Schwert hält stand, nicht Lanze noch Geschoss und Pfeil.
Eisen achtet es wie Stroh, Bronze wie morsch gewordenes Holz.
Kein Bogenpfeil wird es verjagen, in Stoppeln verwandeln sich ihm die Steine der Schleuder.
Wie Stoppeln dünkt ihm die Keule, es lacht nur über Schwertergerassel.
Sein Unteres sind Scherbenspitzen; ein Dreschbrett breitet es über den Schlamm.
Die Tiefe lässt es brodeln wie den Kessel, macht das Meer zu einem Salbentopf.
Es hinterlässt eine leuchtende Spur; man meint, die Flut sei Greisenhaar.
Auf Erden gibt es seinesgleichen nicht, dazu geschaffen, um sich nie zu fürchten.
Alles Hohe blickt es an; König ist es über alle stolzen Tiere.

Da antwortete Ijob dem Herrn und sprach:
Ich hab’ erkannt, dass du alles vermagst; kein Vorhaben ist dir verwehrt.
Wer ist es, der ohne Einsicht den Rat verdunkelt? So habe ich denn im Unverstand geredet über Dinge, die zu wunderbar für mich und unbegreiflich sind.
Hör doch, ich will nun reden, ich will dich fragen, du belehre mich!
Vom Hörensagen nur hatte ich von dir vernommen; jetzt aber hat mein Auge dich geschaut.
Darum widerrufe ich und atme auf, in Staub und Asche.


Psalm 8

Herr, unser Herrscher,
wie gewaltig ist dein Name auf der ganzen Erde;
über den Himmel breitest du deine Hoheit aus.
Aus dem Mund der Kinder und Säuglinge schaffst du dir Lob,
deinen Gegnern zum Trotz;
deine Feinde und Widersacher müssen verstummen.
Seh’ ich den Himmel, das Werk deiner Finger,
Mond und Sterne, die du befestigt:
Was ist der Mensch, dass du an ihn denkst,
des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?
Du hast ihn nur wenig geringer gemacht als Gott,
hast ihn mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt.
Du hast ihn als Herrscher eingesetzt über das Werk deiner Hände,
hast ihm alles zu Füßen gelegt:
All die Schafe, Ziegen und Rinder und auch die wilden Tiere,
die Vögel des Himmels und die Fische im Meer,
alles, was auf den Pfaden der Meere dahinzieht.
Herr, unser Herrscher, wie gewaltig ist dein Name auf der ganzen Erde!

 

Psalm 19

Die Himmel rühmen die Herrlichkeit Gottes,
vom Werk seiner Hände kündet das Firmament.
Ein Tag sagt es dem andern, eine Nacht tut es der andern kund,
ohne Worte und ohne Reden, unhörbar bleibt ihre Stimme.
Doch ihre Botschaft geht in die ganze Welt hinaus,
ihre Kunde bis zu den Enden der Erde.
Dort hat er der Sonne ein Zelt gebaut.
Sie tritt aus ihrem Gemach hervor wie ein Bräutigam;
sie frohlockt wie ein Held und läuft ihre Bahn.
Am einen Ende des Himmels geht sie auf und läuft bis ans andere Ende;
nichts kann sich vor ihrer Glut verbergen.
Die Weisung des Herrn ist vollkommen, sie erquickt den Menschen.
Das Gesetz des Herrn ist verlässlich, den Unwissenden macht es weise.
Die Befehle des Herrn sind richtig, sie erfreuen das Herz;
das Gebot des Herrn ist lauter, es erleuchtet die Augen.
Die Furcht des Herrn ist rein, sie besteht für immer.
Die Urteile des Herrn sind wahr, gerecht sind sie alle.
Sie sind kostbarer als Gold, als Feingold in Menge.
Sie sind süßer als Honig, als Honig aus Waben.
Auch dein Knecht lässt sich von ihnen warnen; wer sie beachtet, hat reichen Lohn.
Wer bemerkt seine eigenen Fehler? Sprich mich frei von Schuld, die mir nicht bewusst ist!
Behüte deinen Knecht auch vor vermessenen Menschen; sie sollen nicht über mich herrschen.
Dann bin ich ohne Makel und rein von schwerer Schuld.
Die Worte meines Mundes mögen dir gefallen;
was ich im Herzen erwäge, stehe dir vor Augen, Herr, mein Fels und mein Erlöser.


Psalm 104

Lobe den Herrn, meine Seele!
Herr, mein Gott, wie groß bist du!
Du bist mit Hoheit und Pracht bekleidet.
Du hüllst dich in Licht wie in ein Kleid,
du spannst den Himmel aus wie ein Zelt.
Du verankerst die Balken deiner Wohnung im Wasser.
Du nimmst dir die Wolken zum Wagen,
du fährst einher auf den Flügeln des Sturmes.
Du machst dir die Winde zu Boten
und lodernde Feuer zu deinen Dienern.
Du hast die Erde auf Pfeiler gegründet;
in alle Ewigkeit wird sie nicht wanken.
Einst hat die Urflut sie bedeckt wie ein Kleid,
die Wasser standen über den Bergen.
Sie wichen vor deinem Drohen zurück,
sie flohen vor der Stimme deines Donners.
Da erhoben sich Berge und senkten sich Täler
an den Ort, den du für sie bestimmt hast.
Du hast den Wassern eine Grenze gesetzt,
die dürfen sie nicht überschreiten;
nie wieder sollen sie die Erde bedecken.
Du lässt die Quellen hervorsprudeln in den Tälern,
sie eilen zwischen den Bergen dahin.
Allen Tieren des Feldes spenden sie Trank,
die Wildesel stillen ihren Durst daraus.
An den Ufern wohnen die Vögel des Himmels,
aus den Zweigen erklingt ihr Gesang.
Du tränkst die Berge aus deinen Kammern,
aus deinen Wolken wird die Erde satt.
Du lässt Gras wachsen für das Vieh,
auch Pflanzen für den Menschen, die er anbaut,
damit er Brot gewinnt von der Erde
und Wein, der das Herz des Menschen erfreut,
damit sein Gesicht von Öl erglänzt und Brot das Menschenherz stärkt.
Die Bäume des Herrn trinken sich satt,
die Zedern des Libanon, die er gepflanzt hat.
In ihnen bauen die Vögel ihr Nest,
auf den Zypressen nistet der Storch.
Die hohen Berge gehören dem Steinbock,
dem Klippdachs bieten die Felsen Zuflucht.
Du hast den Mond gemacht als Maß für die Zeiten,
die Sonne weiß, wann sie untergeht.
Du sendest Finsternis, und es wird Nacht,
dann regen sich alle Tiere des Waldes.
Die jungen Löwen brüllen nach Beute,
sie verlangen von Gott ihre Nahrung.
Strahlt die Sonne dann auf, so schleichen sie heim
und lagern sich in ihren Verstecken.
Nun geht der Mensch hinaus an sein Tagwerk,
an seine Arbeit bis zum Abend.
Herr, wie zahlreich sind deine Werke.
Mit Weisheit hast du sie alle gemacht,
die Erde ist voll von deinen Geschöpfen.
Da ist das Meer, so groß und weit,
darin ein Gewimmel ohne Zahl: kleine und große Tiere.
Dort ziehen die Schiffe dahin,
auch der Leviátan, den du geformt hast, um mit ihm zu spielen.
Sie alle warten auf dich,
dass du ihnen Speise gibst zur rechten Zeit.
Gibst du ihnen, dann sammeln sie ein;
öffnest du deine Hand, werden sie satt an Gutem.
Verbirgst du dein Gesicht, sind sie verstört;
nimmst du ihnen den Atem, so schwinden sie hin und kehren zurück zum Staub der Erde.
Sendest du deinen Geist aus,
so werden sie alle erschaffen,
und du erneuerst das Antlitz der Erde.
Ewig währe die Herrlichkeit des Herrn;
der Herr freue sich seiner Werke.
Er blickt auf die Erde, und sie erbebt;
er rührt die Berge an, und sie rauchen.
Ich will dem Herrn singen, solange ich lebe,
will meinem Gott spielen, solange ich da bin.
Möge ihm mein Dichten gefallen.
Ich will mich freuen am Herrn.
Doch die Sünder sollen von der Erde verschwinden,
und es sollen keine Frevler mehr dasein.
Lobe den Herrn, meine Seele! Halleluja!


Psalm 139


Herr, du hast mich erforscht und du kennst mich.
Ob ich sitze oder stehe, du weißt von mir.
Von fern erkennst du meine Gedanken.
Ob ich gehe oder ruhe, es ist dir bekannt;
du bist vertraut mit all meinen Wegen.
Noch liegt mir das Wort nicht auf der Zunge
- du, Herr, kennst es bereits.
Du umschließt mich von allen Seiten
und legst deine Hand auf mich.
Zu wunderbar ist für mich dieses Wissen,
zu hoch, ich kann es nicht begreifen.
Wohin könnte ich fliehen vor deinem Geist,
wohin mich vor deinem Angesicht flüchten?
Steige ich hinauf in den Himmel, so bist du dort;
bette ich mich in der Unterwelt, bist du zugegen.
Nehme ich die Flügel des Morgenrots
und lasse mich nieder am äußersten Meer,
auch dort wird deine Hand mich ergreifen und deine Rechte mich fassen.
Würde ich sagen: «Finsternis soll mich bedecken,
statt Licht soll Nacht mich umgeben»,
auch die Finsternis wäre für dich nicht finster,
die Nacht würde leuchten wie der Tag,
die Finsternis wäre wie Licht.
Denn du hast mein Inneres geschaffen,
mich gewoben im Schoß meiner Mutter.
Ich danke dir, dass du mich so wunderbar gestaltet hast.
Ich weiß: Staunenswert sind deine Werke.
Als ich geformt wurde im Dunkeln,
kunstvoll gewirkt in den Tiefen der Erde,
waren meine Glieder dir nicht verborgen.
Deine Augen sahen, wie ich entstand,
in deinem Buch war schon alles verzeichnet;
meine Tage waren schon gebildet, als noch keiner von ihnen da war.
Wie schwierig sind für mich, o Gott, deine Gedanken,
wie gewaltig ist ihre Zahl!
Wollte ich sie zählen, es wären mehr als der Sand.
Käme ich bis zum Ende, wäre ich noch immer bei dir.
Wolltest du, Gott, doch den Frevler töten!
Ihr blutgierigen Menschen, Lasst ab von mir!
Sie reden über dich voll Tücke und missbrauchen deinen Namen.
Soll ich die nicht hassen, Herr, die dich hassen,
die nicht verabscheuen, die sich gegen dich erheben?
Ich hasse sie mit glühendem Hass;
auch mir sind sie zu Feinden geworden.
Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz,
prüfe mich, und erkenne mein Denken!
Sieh her, ob ich auf dem Weg bin, der dich kränkt,
und leite mich auf dem altbewährten Weg!


Röm 8,18-23

Ich bin überzeugt, dass die Leiden der gegenwärtigen Zeit nichts bedeuten im Vergleich zu der Herrlichkeit, die an uns offenbar werden soll. Denn die ganze Schöpfung wartet sehnsüchtig auf das Offenbarwerden der Söhne Gottes. Die Schöpfung ist der Vergänglichkeit unterworfen, nicht aus eigenem Willen, sondern durch den, der sie unterworfen hat; aber zugleich gab er ihr Hoffnung: Auch die Schöpfung soll von der Sklaverei und Verlorenheit befreit werden zur Freiheit und Herrlichkeit der Kinder Gottes. Denn wir wissen, dass die gesamte Schöpfung bis zum heutigen Tag seufzt und in Geburtswehen liegt. Aber auch wir, obwohl wir als Erstlingsgabe den Geist haben, seufzen in unserem Herzen und warten darauf, dass wir mit der Erlösung unseres Leibes als Söhne offenbar werden.


Lk 12,6-7

... Verkauft man nicht fünf Spatzen für ein paar Pfennig? Und doch vergisst Gott nicht einen von ihnen. Bei euch aber sind sogar die Haare auf dem Kopf alle gezählt. Fürchtet euch nicht! Ihr seid mehr wert als viele Spatzen.

 

 

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