zurück

Fürbitte

Lasst uns beten für Weisheit im Umgang mit der Schöpfung.
Sie ist uns anvertraut. Wir dürfen sie nutzen und von ihr leben.

Lasst beten für Weisheit, die uns vor allzu großer Naivität bewahrt.
Das Leben ist eingebunden in Werden und vergehen.
Wir werden uns selbst nicht gewinnen,
wenn wir den Tod unsichtbar machen und das Sterben leugnen.
Aber wir dürfen leben in einem Licht,
das auch Sterben und Tod bescheint.
Und in diesem Licht erkennen wir Gott,
den Herrn über Leben und Tod,
der uns einen Platz in seiner Schöpfung zugewiesen hat.

Lasst uns beten für das richtige Maß unserer Arbeit.
Alle Arbeit geschehe im Namen Gottes.
Bebauen und bewahren,
herrschen und gehorchen,
hegen und nutzen,
zubereiten und essen –
wir halten uns offen für Gottes Wort und seine schöpferische Gegenwart
und lassen uns die Frage gefallen,
ob unser Tun seinem Willen entspricht.

Lasst uns beten für die richtige Erkenntnis.
Wir wissen, dass unser Denken und unser Wissen der Zeit verhaftet sind.
Und was heute gilt, gilt morgen vielleicht nicht mehr.
Was gestern war, mutet uns alt und überholt an.
In allem Wandel brauchen Maßstäbe und Richtschnüre.
Ohne Maß, ohne Richtung, werden wir maßlos und verirren uns.
Darum halten wir uns Gott, an sein Wort und seine Gebote und bitten um die Kraft,
ihnen Gehör zu schenken.
Denn die Stimmen derer,
die anderes sagen und versprechen,
sind laut wie eh und je.
Wir bitten um ein festes Herz und um einen starken Verstand,
um den Bund mit Gott gestalten zu können.

Und alles, was uns auf dem Herzen liegt,
ausgesprochen und unausgesprochen,
legen wir in das Gebet Jesu und sprechen und bitten gemeinsam:

Vater unser im Himmel …

zurück